MANGO SCHLIESST DAS JAHR 2020 MIT EINEM UMSATZ VON 1,842 MRD. EURO UND EINEM EBITDA VON 193 MIO. EURO AB

Die mit dem Online-Kanal erwirtschafteten Umsätze machten 42 % des Gesamtumsatzes aus, nachdem sie um 36 % auf 766 Mio. Euro gestiegen sind.

Der Umsatz der physischen Läden ist um 43 % gesunken, da sie über einen Großteil des Jahres von Schließungen oder eingeschränkten Öffnungszeiten und/oder Kapazitäten betroffen waren.

Das Unternehmen ist nach wie vor finanziell gesund: Die Nettobankverschuldung ist um 20 % auf 156 Mio. Euro gesunken.

Das Unternehmen beschleunigt seine digitale Transformation, indem es 27 Mio. Euro in Prioritätsprojekte im Zusammenhang mit der Digitalisierung und seiner Customer Centric-Strategie investiert.

Mango erreicht Fortschritte in puncto Nachhaltigkeit durch die Unterzeichnung der UN Fashion Industry Charter, die Erweiterung der COMMITTED Kollektion und den Ersatz von 160 Millionen Plastiktüten durch nachhaltig hergestellte Papiertüten.

Das Unternehmen hat sich zu Transparenz verpflichtet und veröffentlicht eine Liste der Hauptproduktionsstätten in seiner Lieferkette.

Schnelle Einführung des Treueprogramms: Implementierung in 6 neuen Ländern und mehr als 5,5 Millionen aktive Kunden.

Das Unternehmen beginnt das Jahr 2021 mit vier neuen strategischen Projekten: Einführung einer Home-Linie, Integration der Violeta-Linie in die Damenkollektion, neue Marktplatz-Funktionen für mango.com und die Errichtung des neuen Mango Campus

MANGO/MNG Holding hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Umsatz in Höhe von 1,842 Mrd. Euro abgeschlossen Das EBITDA, nach Anwendung von IFRS 16, lag bei 193 Mio. Euro. 2020 war das erste Jahr, in dem Mango diese Vorschriften anwenden musste.

Das Jahr wurde in vier sehr unterschiedliche Phasen eingeteilt. Die Monate vor der Pandemie, Januar und Februar, in denen das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 8 % verzeichnete. Die erste Welle, zwischen März und Juni, als fast alle physischen Läden ganz oder teilweise geschlossen blieben und der Online-Kanal bis zu 93 % des Umsatzes der Firma erbrachte, wodurch der Rückgang des Gesamtumsatzes auf 50 % begrenzt wurde. Die Erholungsphase, zwischen Juli und Oktober, Monate, in denen die Normalität in die Filialflotte eingezogen ist und das Umsatzniveau von 2019 wieder erreicht wurde (im Oktober lag der Umsatz nur 6 % unter dem des Vorjahres). Und schließlich die zweite Welle im November und Dezember, in der es erneut zu Schließungen von physischen Geschäften kam und der Online-Kanal während des Black Friday und der Weihnachtskampagne, zwei der umsatzstärksten Momente für den Modesektor, erneut große Umsatzsteigerungen erlebte.

Vor diesem Hintergrund hat der Online-Kanal erneut ein ausgezeichnetes Wachstum verzeichnen können und erreichte einen Umsatz von 766 Mio. Euro, 36 % mehr als im Vorjahr. Mit diesen Zahlen trägt dieser Kanal derzeit 42 % zum Gesamtumsatz der Gruppe bei, ein deutlich höherer Anteil als die 24 % im Vorjahr 2019.  Das Wachstum des Kanals war in den 85 Ländern, in denen er verfügbar ist, sehr signifikant. Besonders erwähnenswert ist der Anstieg in einigen der Hauptmärkte des Unternehmens, wie Frankreich, Italien und Portugal, wo er eine Steigerung von fast oder mehr als 100% verzeichnete.

Der physische Kanal wurde durch die ständige Anwendung von restriktiven Maßnahmen, die von den Gesundheitsbehörden der einzelnen Länder auferlegt wurden, stark beeinträchtigt. Diese Maßnahmen haben dazu geführt, dass die Filialflotte einen großen Teil des Jahres geschlossen blieb oder eingeschränkte Öffnungszeiten und/oder Kapazitäten hatte, was zu einem Umsatzrückgang von 43 % in diesem Kanal geführt hat.

Toni Ruiz, CEO von Mango, sagte: „Wir haben ein absolut außergewöhnliches und unerwartetes Jahr für alle erlebt. Aufgrund des großen Engagements, das Mango seit 20 Jahren in seinem Online-Kanal leistet, haben wir erreichen können, dass dieser im Jahr 2020 42 % unseres Gesamtumsatzes ausgemacht hat, was in unserer Branche eine außergewöhnliche Zahl ist und einen großen Wettbewerbsvorteil für unser Unternehmen darstellt“.

 

Das Unternehmen hat im vergangenen Herbst den 20. Jahrestag des Starts seines E-Commerce mit fast 750 Millionen Besuchern gefeiert, ein Plus von 25 % gegenüber dem Vorjahr.

Mango strebt bis 2021 einen Umsatz von 1 Mrd. Euro in diesem Kanal an und verfolgt daher eine Vielzahl neuer Projekte: Hyper-Personalisierung des Surf- und Einkaufserlebnisses auf allen Geräten, Einsatz neuer Technologien auf Basis künstlicher Intelligenz zur Verbesserung des Kundenservice und die Einbeziehung von Franchisesystemen in Omnichannel-Initiativen.

Was die Verteilung des Gesamtumsatzes nach geografischen Gebieten betrifft, so entfielen 79 % des Gesamtumsatzes auf die Auslandsaktivitäten der Gruppe und 21 % auf den spanischen Markt. Gemessen an den Geschäftsbereichen lag der Anteil von Man, Kids und Violeta am Gesamtumsatz weiterhin bei 18 %.

Globales Management konzentriert sich auf die Erhaltung einer soliden Finanzposition

Angesichts der unerwarteten Schließung der physischen Läden im März hat sich das Managementteam von Mango darauf konzentriert, die Finanzkraft und Liquidität des Unternehmens zu sichern.

Ein wesentlicher Teil der Auswirkungen des Umsatzrückgangs wurde durch die schnelle und effektive Reaktion der Einkaufsteams abgefedert, die erhebliche Änderungen an der Struktur der bestehenden Kollektionen vornahmen und es gleichzeitig schafften, neue Kollektionen (Comfy) im Einklang mit neuen Kundenbedürfnissen einzuführen.

Infolgedessen wurde eine optimale Verwaltung der Bestände erreicht, die im Vergleich zu den Werten von Ende 2019 um 10 % reduziert wurden.

Andererseits aktivierte Mango auch eine Reihe von Maßnahmen, mit denen das Unternehmen die Betriebskosten um 230 Mio. Euro senken konnte. Darüber hinaus wurde die Liquidität durch ein ICO-Darlehen in Höhe von 240 Mio. Euro gestärkt.

Infolgedessen konnte Mango seine Nettobankverschuldung im fünften Jahr in Folge um fast 20 % reduzieren (von 194 Mio. Euro auf 156 Mio. Euro) und erzielte ein EBITDA von 193 Mio. Euro (dies entspricht 21 Mio. Euro ohne Anwendung von IFRS 16). Nach Finanzaufwendungen und buchhalterischen Anpassungen belief sich das Bruttoergebnis auf minus 110 Millionen, verglichen mit einem Gewinn von 41 Millionen im Vorjahr. 

Laut Toni Ruiz „müssen wir mit der Arbeit, die wir in diesem komplizierten Jahr geleistet haben, zufrieden sein. Wir haben in Anbetracht des Kontextes ein passables Umsatzniveau erreicht und das digitale Transformationsprojekt des Unternehmens weiter beschleunigt. Ich möchte den enormen Einsatz des besten Teams, das wir haben können, hervorheben. Ihnen allen ist es zu verdanken, dass die finanzielle und organisatorische Situation des Unternehmens weiterhin sehr solide ist“.

Investition von 27 Millionen, um die digitale Transformation weiter voranzutreiben

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen alle Investitionen im Zusammenhang mit seiner digitalen Transformation fortgeführt und die für die Bereiche Technologie, Daten, Online und Kunden bereitgestellten Ressourcen auf insgesamt 27 Mio. Euro erhöht. Ziel des Unternehmens ist es, die gesamte Wertschöpfungskette zu digitalisieren und schnelle Fortschritte bei der Umstellung der gesamten Organisation auf datengesteuerte Entscheidungsfindung in Echtzeit zu erzielen.

Daher entwickelt Mango neue Plattformen und Funktionalitäten, die auf Technologie, Daten, Bots und Algorithmen mit künstlicher Intelligenz basieren. Diese werden hauptsächlich aus der Analyse des Kundenverhaltens sowie der Kenntnis des Produktlebenszyklus und der Rückverfolgbarkeit der Bestände in Echtzeit gespeist.

Diese Funktionalitäten wurden in diesem Jahr im Produktbereich (Design mit 3D-Technologie), im Kundenservice (Chatbot und KI-Roboter zur Verbesserung des Service), in der Logistik (RFID-Technologie zur Rückverfolgbarkeit der Bestände vom Hersteller bis zum Geschäft), in den Geschäften, die mit unseren digitalen Plattformen verbunden sind (Omnichannel-Vision der Bestände, die eine Anpassung, Produktempfehlungen und eine Verbesserung der Erfahrung unserer Kunden ermöglicht) und einer neuen Virtual-Reality-Plattform, in der Franchisenehmer auf einen Showroom mit allen Mango Kollektionen zugreifen können, erweitert.

Fortschritte bei Kunden und Omnichannel

Zum Ende des Geschäfsjahres hat Mango seinen Treueclub Mango likes you in 6 neuen Märkten eingeführt: Deutschland, Belgien, Luxemburg, Portugal, die Niederlande und das Vereinigte Königreich, die sich Spanien und Frankreich anschließen, in denen der Treueclub bereits seit 2019 existiert. Das Programm zeigt sich in allen Märkten als sehr erfolgreich und zählt dort bereits mehr als 5,5 Millionen aktive Kunden. Daher rechnet das Unternehmen damit, es bis Ende 2021 in doppelt so vielen Gebieten zu implementieren und auf diese Weise Mango likes you in den Ländern anzubieten, die 70 % des Gesamtumsatzes des Unternehmens ausmachen.

Ebenso wurde im März die Schaffung einer digitalen Community aus Kunden gestartet, die als Raum für Interaktion und Konversation zwischen ihnen und der Marke gedacht ist. Der Zweck dieser neuen Initiative ist es, aus erster Hand Informationen über ihre Bedürfnisse, Erwartungen und Wünsche zu erhalten, sowie gemeinsam neue Unternehmensprojekte zu entwickeln und zu bearbeiten, einschließlich solcher, die mit Nachhaltigkeit, der Entwicklung von Trends in der Modebranche und der Rolle von physischen Geschäften im neuen Post-COVID-Kontext zu tun haben. Derzeit gehören der Community aktive Mitglieder in mehr als 60 Ländern an.

Im Jahr 2020 hat das Unternehmen seine Omnichannel-Services weiter ausgebaut. Zum Beispiel wurde der Click & Collect-Service von 8 auf 17 Länder erweitert.

Stabilität in der physischen Filialflotte

Mango konzentriert sich weiterhin auf den physischen Kanal, da das Unternehmen die physischen Geschäfte als einen der relevantesten Kontaktpunkte mit der Marke innerhalb der Customer Journey seiner Kunden betrachtet. Ende 2020 betrieb das Unternehmen 43 Verkaufspunkte mehr als 2019 und erreichte damit insgesamt 2.221 in mehr als 110 Ländern. Derzeit beträgt die Gesamtverkaufsfläche 790.000 m2. Von allen Geschäften sind 140 sogenannte Megastores, also Geschäfte mit einer Fläche von mehr als 800 m2.

Das Unternehmen hat im Jahr 2020 mehr als 150 Shops eröffnet. Zu den wichtigsten gehören die neuen Läden in Wien, Manchester, Paris, Kopenhagen und Antwerpen, sowie zwei Eröffnungen in Kiew und vier Verkaufspunkte auf dem italienischen Markt, auf dem Mango nun 73 Geschäfte betreibt.

Darüber hinaus gab das Unternehmen im September die Eröffnung von zwei neuen Geschäften in Frankreich in den Galeries Lafayette, einem der prestigeträchtigsten Kaufhäuser der Welt, bekannt.

Außerhalb des europäischen Marktes eröffnete Mango 39 neue Geschäfte, darunter zehn neue Verkaufspunkte in Indien, wo das Unternehmen dank des von seinem lokalen Partner Myntra entwickelten Expansionsplans bereits 29 Geschäfte führt.

Große Fortschritte beim Engagement für Nachhaltigkeit

Im Laufe des Jahres 2020 hat Mango durch die Umsetzung einer Vielzahl von Initiativen, darunter die folgenden drei, weiterhin deutliche Fortschritte in seinem Engagement für Nachhaltigkeit erzielt:

Im Oktober unterzeichnete das Unternehmen die United Nations Fashion Industry Charter for Climate Action, die 16 Prinzipien für die Modeindustrie festlegt, um gemeinsam gegen den Klimawandel zu handeln. Im Einklang mit den Verpflichtungen dieses Paktes wird Mango bis 2021 Ziele zur Reduzierung seines CO2-Fußabdrucks (SBTs Science-Based Targets) festlegen.

Das multinationale Unternehmen hat auf mango.com die Liste aller Tier-1-Fabriken in seiner globalen Lieferkette veröffentlicht, in Übereinstimmung mit den Transparenzverpflichtungen, die das Unternehmen im Transparency Pledge Standard eingegangen ist.

Mango war das erste große Modeunternehmen in Spanien, das diese beiden letzten Initiativen durchgeführt hat.

Die COMMITTED Kollektion, die aus Kleidungsstücken mit nachhaltigen Eigenschaften besteht, wuchs von 19 Millionen Artikeln im Jahr 2019 auf mehr als 47 Millionen im Jahr 2020.

Darüber hinaus hat Mango im Einklang mit seinem Ziel, die Ozeane zu schützen, auch im Kampf gegen Plastik einen Schritt nach vorne gemacht, indem es an alternativen Materialien arbeitet, um Plastik in seiner gesamten Lieferkette zu eliminieren. In verschiedenen Ländern wurden Pilotversuche mit Papiertüten aus nachhaltiger Erzeugung durchgeführt, die nach und nach die rund 160 Millionen Plastiktüten ersetzen sollen, die jährlich für die Verpackung der Produkte verwendet werden.

Mangos neue Projekte für 2021

In den ersten Monaten des Jahres 2021 hat Mango eine Reihe von strategischen Entscheidungen angekündigt, die das Wachstum des Unternehmens kurzfristig fördern sollen.

„Wir verabschieden uns von einem absolut untypischen und unerwarteten Jahr, in dem es uns gelungen ist, die Wettbewerbsfähigkeit und die Führungsposition des Unternehmens zu sichern, ohne darauf zu verzichten, die Transformation noch schneller voranzutreiben. Aus diesem Grund starten wir gestärkt und mit einer Vielzahl von sehr spannenden Projekten in das Jahr 2021, die das Unternehmen in eine privilegierte Position für die vor uns liegende Erholungsphase bringen“, ergänzt Toni Ruiz.

Zum einen die neue Home-Linie, die ab dem zweiten Quartal 2021 online verfügbar sein wird. Gleichzeitig wird mango.com mit Marktplatz-Funktionen ausgestattet und kann so Bestände von Drittmarken integrieren, die seine Kollektionen um andere Produktkategorien ergänzen. Intimissimi, ein Unternehmen der Calzedonia-Gruppe, wird die erste Marke eines anderen Unternehmens sein, die im E-Commerce von Mango angeboten wird.

Im Herbst wird die Violeta Linie in die gesamte Damenkollektion integriert, was ein stärkeres und schnelleres Wachstum der Plus Size-Kollektion ermöglicht.

Ebenso wird Mango mehr als 40 Mio. Euro in den Bau des Mango Campus investieren, der sowohl die Transformation der Organisation als auch die Entwicklung des enormen Talents aller Mitarbeiter fördern wird. Die Bauarbeiten beginnen Ende dieses Jahres und werden innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen sein.

 

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